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ADHAbkürzung für atypische duktale Hyperplasie; krankhafte gutartige Zellvermehrung in den Milchgängen. Die Diagnose einer ADH weist auf ein erhöhtes Risiko für das spätere Auftreten von Brustkrebs hin.
 
ALHAbkürzung für atypische lobuläre Hyperplasie; krankhafte gutartige Zellvermehrung in den Brustdrüsenläppchen.
 
AntiöstrogenWirkstoff, zum Beispiel Tamoxifen, für den im Rahmen mehrerer klinischer Studien gezeigt wurde, dass er die Wahrscheinlichkeit von Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko, tatsächlich an Brustkrebs zu erkranken, deutlich verringern kann.
 
ArbeitshypotheseEine Annahme zur Wirksamkeit einer Therapie, die auf Einzelbeobachtungen oder Laboruntersuchungen beruht, aber noch nicht empirisch, d.h. an einen großen Zahl von Patienten bestätigt wurde. In wissenschaftlichen Studien überprüfen die Forscher, ob ihre Arbeitshypothese tatsächlich der Wirklichkeit entspricht, also durch ihre Studien bewiesen werden kann.
 
AromatasehemmerWirkstoff, zum Beispiel Anastrozol, die effektiv die Bildung von Östrogen verhindert, wodurch Brustkrebszellen an ihrer Entstehung bzw. ihrem Wachstum gehindert werden.
 
Atypische BrustzellenKrankhaft veränderte Brustzellen
 
BiopsieGewebeentnahme
 
BRCA Erbfaktor, von dem man annimmt, dass er in Familien mit häufig auftretendem Brustkrebs eine Rolle in der Krebsentstehung spielt.
 
DCISAbkürzung für intraduktales Karzinom, Englisch: ductal carcinoma insitu; frühe Vorstufe von Brustkrebs innerhalb der Milchgänge
 
Fehler der 1. und 2. ArtFehlerhafte Ergebnisse. Beim Fehler der 1. Art wird ein Unterschied gefunden, obwohl keiner existiert. Beim Fehler der 2. Art wird ein Unterschied übersehen, obwohl einer besteht.
 
FibromGutartige Geschwulst, die aus Bindegewebe hervorgeht
 
GeschlechtshormonHormon, das vor allem in den Geschlechtsorganen gebildet wird, zum Beispiel Östrogen.
 
KarzinomBösartiger Tumor, Krebsgeschwulst
 
Kernspintomographiesiehe unter Magnetresonanz-Mammographie
 
KonfidenzintervallWertebereich, innerhalb dessen mit einer bestimmten Irrtumswahrscheinlichkeit (95 Prozent, wenn p<0,05) der tatsächliche Wert des Patienten liegt.
 
Kontrollierte StudieStudie, in der die neue Therapie mit einer Standardtherapie oder mit Plazebo verglichen wird.
 
MammakarzinomBrustkrebs
 
MammographieSpezielle Röntgenuntersuchung der Brust
 
MetastaseBösartige Tochtergeschwulst
 
ÖstrogenWeibliches Sexual- oder Geschlechtshormon, das vor allem in den Eierstöcken gebildet wird
 
PlazeboEin Medikament ohne pharmakologischen Wirkstoff (Scheinmedikament), das in Aussehen und Geschmack nicht von einem echten Medikament mit Wirkstoff (Verum) zu unterscheiden ist. Plazebos werden in klinischen Prüfungen eingesetzt, wenn ein neuer Wirkstoff erprobt werden soll. Indem Ärzte den neuen Wirkstoff gegen Plazebo testen, können die tatsächlichen Arzneimittelwirkungen von anderen Effekten - wie beispielsweise einer Erwartungshaltung – unterschieden werden. Um ganz sicher zu gehen, dass weder der Studienteilnehmer noch der Arzt wissen, welcher Patient das Medikament und welcher Patient das Plazebo erhält, sind Medikament und Plazebo „verblindet“, d.h. sie sehen absolut gleich aus.
 
PräventionVorbeugung einer Erkrankung, zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten.
 
PräventionsstudieKlinische Studie, bei der Maßnahmen untersucht werden, die einer bestimmte Erkrankung vorbeugen sollen. Zum Beispiel wird bei einer klinischen Präventionsstudie bei Krebs untersucht, wie man Krebs am besten verhindern kann. An der Studie nehmen dazu Menschen teil, die nicht an Krebs erkrankt sind.
 
PrüfplanDokument, in dem detailliert das Design, die Aufnahme der Patienten, die Durchführung und die Auswertung einer Studie beschrieben ist. Bevor die Studie begonnen werden darf, muss der Prüfplan durch eine unabhängige Ethik-Kommission positiv begutachtet worden sein.
      

 
QuadrantViertel eines Kreises
 
RandomisationZufällige Zuteilung von Studienteilnehmern zu den Behandlungsgruppen einer klinischen Studie.
 
Randomisierungsiehe Randomisation
 
RisikofaktorFaktor, der die Entstehung und Entwicklung einer Krankheit begünstigt
 
Signifikanzniveau (P-Wert)Wahrscheinlichkeit, dass der Fehler der 1. Art eintritt, die Studienergebnisse also zufällig gefunden wurden und somit nicht auf andere Patienten übertragen werden können. Ist der P-Wert kleiner als 0,05 (der übliche P-Wert bei klinischen Studien), ist der Fehler der 1. Art unwahrscheinlich, das Studienergebnis gilt als statistisch gesichert und kann auf andere Patienten übertragen werden.
 
Trennschärfe (engl. Power)Wahrscheinlichkeit, einen Fehler der zweiten Art nicht zu begehen, also die Fähigkeit einer Studie, bestehende Therapieunterschiede auch tatsächlich aufdecken zu können. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Therapien bestimmt die Größe der Trennschärfe. Übliche Mindestwerte für die Trennschärfe sind 80 oder 90 Prozent.
 
TumorGeschwulst, die gutartig oder bösartig sein kann
 
UltraschalluntersuchungBildgebendes Verfahren, das mit Echoschall arbeitet und Schallwellen in Bilder umwandelt
 
VerblindungUnkenntlichmachung der Studienmedikation, sodass die Therapien der einzelnen Behandlungsgruppen für Patient (einfach blind) und Arzt (doppelblind) nicht zu unterscheiden sind.
 
Verzerrung (engl. Bias) Datenverzerrung bei der Erhebung von Ergebnissen beispielsweise durch ein mangelhaftes Studiendesign oder durch eine mangelhafte Auswertung.
 
ZellteilungVorgang, durch den neue Zellen im Körper entstehen, indem sich vorhandene Zellen teilen
 
ZysteSack- oder blasenartiger, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlkörper
 


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