Drei Viertel aller Knoten sind gutartig
[15.08.2004] Wenn Sie in Ihrer Brust einen Knoten entdecken, besteht eine gute Chance, dass dieser gutartig ist. Deshalb sollten Sie nicht gleich in Panik geraten, sondern dafür sorgen, dass möglichst rasch abgeklärt wird, um was für einen Knoten es sich handelt.
Bei der monatlichen Selbstuntersuchung der Brust aber auch rein zufällig – etwa beim Einseifen oder Eincremen – können harte Stellen in der Brust entdeckt werden. Etwa 75 Prozent dieser Knoten sind gutartig und lassen sich in der Regel problemlos beseitigen, sofern dies überhaupt notwendig ist. Wichtig ist immer, den Befunden möglichst schnell auf den Grund zu gehen. Je früher ein bösartiger Tumor erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten.
Innerhalb von ein bis zwei Wochen sollten Sie eine Mammographie machen lassen. Wenn der Befund nicht eindeutig ist, kann es sein, das noch zusätzlich eine Sonographie ( Ultraschall-Untersuchung ) und in seltenen Fällen eine Magnetresonanz-Mammographie gemacht wird. Aber selbst, wenn die Aufnahmen einen bösartigen Tumor vermuten lassen, besteht lediglich ein Verdacht auf Brustkrebs. Erst eine Gewebeprobe ( Biopsie) bringt die endgültige Gewissheit. Diese sollte, wenn immer möglich, durch eine Stanzbiopsie erfolgen. Hierbei wird ein kleiner Gewebezylinder mit einer großporigen Nadel ambulant entfernt und anschließend feingeweblich untersucht. Im Falle eines gutartigen Befundes kann dann auf eine Operation verzichtet werden.
Was bösartige Knoten von gutartigen unterscheidet
Das Wort Tumor stammt aus dem Lateinischen und kann mit "Schwellung" übersetzt werden. Ein bösartiger Knoten entsteht, wenn das Erbgut von Zellen geschädigt ist und dies dazu führt, dass sich die Zellen unkontrolliert teilen und dabei das fehlerhafte Erbgut weitergeben. Ein Karzinom entsteht, eine bösartige Geschwulst.
Der Brustkrebs nimmt häufig seinen Ursprung in Zellen der Milchgänge. Nur selten entsteht er in den Drüsenläppchen. Die Krebszellen wachsen und befallen das gesunde Gewebe. Tumorzellen können sich aus dem Ursprungskrebs ablösen und in den Blutstrom oder in das Lymphsystem eindringen. Meist tritt der Brustkrebs einseitig auf. Er befällt häufiger die linke als die rechte Brust. Rund 60 Prozent der bösartigen Knoten wachsen im oberen äußeren Bereich der Brust, also in Nähe der Achselhöhle.
Die gutartigen Verhärtungen können vom Bindegewebe (so genannte Fibrome) oder vom Fettgewebe (Lipome) ausgehen. Auch mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume (Zysten), die sich im Brustgewebe befinden, sind gutartig.
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