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Frauen mit dichtem Brustgewebe können vom IBIS-II-Programm profitieren

[22.12.2004]  Frauen nach den Wechseljahren weisen heutzutage oft ein festes Brustgewebe auf. Dadurch wird die Früherkennung mithilfe der Mammographie erschwert, denn die Röntgenstrahlen können das dichte Gewebe nicht so gut durchdringen wie lockeres Gewebe. Frauen mit einem dichten Drüsengewebe können von einer Teilnahme am IBIS-II-Programm profitieren.

 

Die Radiologen teilen die Dichte einer Mammographie-Aufnahme in vier so genannte ACR-Kategorien ein. Beim ACR Typ 1 kann die Brust von den Röntgenstrahlen komplett durchdrungen werden, da die Brust vollständig aus lockerem Gewebe besteht. ACR Typ 2 weist vereinzelt ein dichtes Gewebe auf, während ACR Typ 3 gleichmäßig dichtes Gewebe zeigt, sodass bereits die Sensitivität der Mammographie eingeschränkt sein kann. Extrem dichtes Gewebe kennzeichnet den ACR Typ 4, bei dem die Aussagefähigkeit der Mammographie auf jeden Fall eingeschränkt ist. Brustkrebs-Experten empfehlen deshalb bei Mammographie-Aufnahmen vom Typ ACR 3 und 4 eine zusätzliche Sonographie zur Mammographie.

Welche Frauen haben ein dichtes Brustgewebe?
Junge Frauen haben meist ein dichteres Gewebe als ältere Frauen, denn in der Regel lässt die Gewebsdichte der Brust im Alter nach. Dies gilt besonders bei Frauen, die Kinder geboren haben. Allerdings gibt es heute immer mehr Frauen, die bereits die Wechseljahre hinter sich haben und trotzdem noch ein relativ festes Brustgewebe aufweisen.
Forscher erklären sich das festere Brustgewebe damit, dass Frauen heute weniger oder gar keine Kinder bekommen. Auch die Hormonersatztherapie, die Frauen bei Wechseljahresbeschwerden einnehmen, kann zu festerem Gewebe führen. Zudem können frühere Brustoperationen und ein geringes Körpergewicht Auslöser dafür sein, dass die Brust eine höhere Gewebsdichte aufweist und als Folge davon die Aussagefähigkeit der Mammographie eingeschränkt ist.

Frauen mit dichtem Brustgewebe können am IBIS-II-Programm teilnehmen
Frauen mit einem dichtem Brustgewebe können am IBIS-II Programm teilnehmen, wenn ihr Gewebe so dicht ist, dass nur die Hälfte oder noch weniger von den Röntgenstrahlen durchdrungen werden kann. Weitere Voraussetzungen für die Teilnahme sind, dass die Frauen die Wechseljahre hinter sich haben und in den letzten drei Monaten keine Hormonersatztherapie eingenommen haben.
Im Rahmen des IBIS-II-Programms nehmen die Teilnehmerinnen über fünf Jahre eine Antihormontherapie ein. Zur Vorbeugung eines Brusttumors wird dabei das Medikament Anastrozol eingesetzt, das sich bereits erfolgreich in der Therapie bewährt hat.
Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen und sich für das IBIS-II-Programm interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt zu einem Prüfzentrum auf. Die Liste der Prüfzentren finden Sie hier. Ausführliche Informationen zum IBIS-II-Programm finden Sie unter „IBIS-II-Programm“.

Sabine Stürmer/Medizinjournalistin


 

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