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Bessere Überlebens-Chancen nach Krebs

[20.03.2006]  Aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass hierzulande die Chancen, Krebs zu überleben, größer geworden sind. Bezüglich Brustkrebs werden dank Früherkennung vermehrt bereits sehr kleine Knoten entdeckt, sodass viele Betroffene geheilt werden können. Allerdings gehen noch immer viel zu wenig Frauen zur Früherkennung.

 

Nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Die Anzahl der Neudiagnosen beträgt jährlich bei Männern etwa 200.000 und bei Frauen 195.000. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 66 und für Frauen bei 67 Jahren. Im Jahr 2003 starben knapp 210.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Krebserkrankung. Das ist etwa ein Viertel aller Todesfälle.

Die häufigste Krebsart bei Frauen ist der Brustkrebs mit einem Anteil von 24,4 Prozent. Jedes Jahr erkranken etwa 47.000 Frauen. An zweiter Stelle folgt der Darmkrebs mit einem Anteil von 17,6 Prozent oder 34.200 Neuerkrankungen. Bei Männern steht der Prostatakrebs an erster Stelle (20,3 Prozent; 40.600 Neuerkrankungen), ebenfalls gefolgt vom Darmkrebs (16,3 Prozent, 31.800 Neuerkrankungen).

Überlebensraten haben sich in den letzten 30 Jahren verbessert

Häufigste Krebstodesursache bei den Frauen ist der Brustkrebs mit einem Anteil von 17,8 Prozent (17.800 Todesfälle). Bei den Männern steht der Lungenkrebs mit einem Anteil von 26,8 Prozent (29.100 Todesfälle) an erster Stelle der Krebssterbefälle.

In den letzten 30 Jahren haben sich die Überlebensraten verbessert. Ein Grund dafür ist, dass bestimmte Krebsarten seltener und andere häufiger auftreten. Durch die verbesserte Ernährung gibt es weniger Magenkrebs, der oft mit einer sehr schlechten Prognose verbunden ist. Allerdings tritt heute häufiger Darmkrebs auf, der allerdings bessere Überlebensraten hat.

Noch immer nutzen zu wenig Frauen die Vorsorgeuntersuchungen

Wichtig sind auch die verbesserten Möglichkeiten bezüglich Früherkennung und Diagnostik. So wird bei Frauen häufiger Brustkrebs im Frühstadium entdeckt, bei dem eine sehr gute Chance auf Heilung besteht. Allerdings nahm 2003 nur knapp jede Zweite der anspruchsberechtigten Frauen die Krebsvorsorge wahr. Im höheren Alter sind es sogar noch weniger Frauen. Allerdings besteht die Hoffnung, dass durch das flächendeckende Mammographie-Screening für Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren, das derzeit eingeführt wird, die Bereitschaft der Frauen wächst, zur kostenlosen Vorsorge zu gehen.

Quelle:
Robert-Koch-Institut; http://www.rki.de


 

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