Home > Interessierte Frauen > Aktuelles/News > Archiv 2006 > Bewegung und Normalgewicht senken Krebsrisiko

Bewegung und Normalgewicht senken Krebsrisiko

[17.07.2006] Immer mehr Untersuchungen bestätigen, dass Menschen, die ein normales Gewicht haben und regelmäßig Sport treiben, seltener an Krebs erkranken – beispielsweise an Brustkrebs. Versuche an Mäusen haben nun gezeigt, dass Bewegung auch das Haut- und Darmkrebsrisiko senkt.

 

Bezüglich Brustkrebs belegen bereits Studien aus Europa, USA und China, dass Frauen, die keinen Sport treiben, sich wenig bewegen und übergewichtig sind, ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. So wurden im Rahmen der “Shanghai Brustkrebsstudie” 1459 Brustkrebs-Patientinnen und 1556 gesunde Frauen aus Shanghai nach ihren Risikofaktoren und sportlichen Aktivitäten im Erwachsenenalter befragt. Zusätzlich wurden der Body Mass Index - ein Maß für die Körpermasse - Gewicht, Taillen- und Hüftumfang der Teilnehmerinnen gemessen. Auch die Ernährungsgewohnheiten wurden erfasst und ausgewertet.

Die Forscher stellten fest, dass Frauen, welche die im Laufe eines Tages zugeführte Kalorienmenge nicht verbrauchen, im Gegensatz zu schlanken Frauen ein doppelt so hohes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Nach den Wechseljahren ist das Risiko für diese Frauen sogar beinahe fünf Mal so hoch. Die positive Nachricht: Übermäßige Nahrungszufuhr alleine scheint erst dann das Krebsrisiko zu erhöhen, wenn sie mit körperlicher Inaktivität einhergeht. Dabei sind Frauen gefährdet, die ganz auf Bewegung verzichten und mehr als 2.100 Kalorien täglich zu sich nehmen. Deshalb ist es wichtig, dass sich insbesondere Frauen nach den Wechseljahren ausreichend bewegen.

Tierversuch: Weniger Haut- und Darmkrebs durch regelmäßige Bewegung
Zwei aktuelle US-Studien, die am Krebszentrum der Universität von Wisconsin und an der Rutgers Universität in New Jersey durchgeführt wurden, zeigen, dass Bewegung auch das Risiko für Haut- und Darmkrebs senkt. Die Forscher bestrahlten Mäuse mit UV-Licht und erhöhten damit das Hautkrebsrisiko der Tiere. Ein Teil der Mäuse hatte jederzeit Zugang zu einem Laufrad, ein Teil der Mäuse nicht. Die Mäuse mit Laufrad im Käfig entwickelten weitaus weniger Hautkrebstumoren als ihre ebenfalls UV-Licht ausgesetzten Artgenossen ohne Laufrad. Auch das Wachstum von Darmtumoren wurde gebremst, wenn die Mäuse sich regelmäßig im Laufrad bewegen konnten.

Die Forscher vermuten, dass die regelmäßige Bewegung das Selbstmordprogramm von Krebszellen stimuliert und somit das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen verhindert.

Quellen:
Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2005; 14: 1496–1501
Colbert LH et al.: Negative energy balance induced by voluntary wheel running inhibits polyp development in APCMin mice. Carcinogenesis. Online-Publikation (12.05.2006).
Michna L et al.: Inhibitory effects of voluntary running wheel exercise on UVB-induced skin carcinogesis in SKH-1 mice. Carcinogenesis. Online-Publikation (13.05.2006). 


 

Hinweis

Aufgrund fehlender Finanzmittel wird diese Seite zur Zeit nicht mehr aktiv gepflegt. Der aktuelle Stand bleibt zu Ihrer Information erhalten

Fachbegriffe

Lexikon