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Junge Frauen wissen zu wenig über Brustkrebs-Risikofaktoren

[11.09.2006]  Viele Studentinnen wissen nicht, dass ihr Lebensstil das Risiko beeinflusst, ob sie an Brustkrebs erkranken oder nicht. Das zeigen die Daten einer internationalen Umfrage.

 

“Alle Frauen sollten sich dessen bewusst sein, dass sie damit, wie sie ihr Leben führen, Einfluss auf ihre zukünftige Gesundheit nehmen können”, erklärte der Leiter der Umfrage Professor John Toy von der gemeinnützigen Krebsforschungs-Organisation Cancer Research/Großbritannien.

Zahlreiche Untersuchungen haben bewiesen, dass Frauen, die übermäßig Alkohol genießen und sehr korpulent sind, sehr viel häufiger an Brustkrebs erkranken als ihre normalgewichtigen Geschlechts­genossinnen, die Normalgewicht aufweisen und nur ab und zu ein Gläschen Alkohol trinken. Als weitere Brustkrebs-Risikofaktoren gelten die Einnahme einer Hormonersatztherapie und/oder eine langjährige “Pillen”-Einnahme, Genmutationen der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 sowie ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs in der Familie.

Umfrage mit 19.000 Studenten in 23 Ländern

Forscher von Cancer Research befragten 19.000 männliche und weibliche Studenten in 23 Ländern zu ihrem Wissen über Krebs-Risikofaktoren.

Bezüglich Brustkrebs fanden die Wissenschaftler heraus, dass jede/r Zweite/r wusste, dass ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs in der Familie ein erhöhtes Brustkrebsrisiko darstellen könne, aber zirka jede dritte Befragte glaubte nicht, dass überhaupt irgendein Faktor das Entstehen das persönliche Brustkrebsrisiko beeinflussen könne. In der Tat ergab die Umfrage, dass junge Frauen sowie junge Männer kaum etwas darüber wussten, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung Einfluss darauf haben, ob sich ein Brustkrebs entwickelt oder nicht.

Professorin Jane Wardle, Direktorin der Verhaltensforschung bei Cancer Research, kommentierte: “Es ist sehr beunruhigend, dass in all den Ländern, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, junge Menschen anscheinend nicht ausreichend über die Gefahren von Übergewicht, hohem Alkoholkonsum und wenig Bewegung aufgeklärt werden.” Während der Einfluss des Lebensstils unterschätzt werde, würden junge Frauen und Männer stattdessen den Einfluss von genetischen Veranlagungen überschätzen.

Umstellung auf gesunde Lebensführung auch im Alter noch sinnvoll

Professor Toy ergänzt: „Da das Risiko, an Krebs zu erkranken, mit dem Alter zunimmt - bei Frauen werden 80 Prozent der Krebsfälle im Alter über 50 entdeckt - ist es nie zu spät, eine gesunde Lebensführung zu erlernen, die dazu beitragen kann, das Risiko vieler Krebsarten - darunter auch Brustkrebs - im Alter zu mindern.“

Quelle:
www.breastcancersource.com Nachricht „Many young women unaware of lifestyle link to breast cancer risk” vom 17.07.2006


 

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