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IBIS-II-Programm läuft planmäßig

[22.11.2006] Im IBIS-II-Programm wird geprüft, ob ein modernes Antihormon bei Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko vorbeugend wirkt. Knapp 2.000 von den geplanten 10.000 Frauen konnten bereits in das Programm aufgenommen werden. Damit läuft die Studie planmäßig.

 

Weltweit untersuchen Forscher, welche Möglichkeiten es gibt, Brustkrebs zu verhindern. Fakt ist, dass das altbekannte Antihormon Tamoxifen bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko vorbeugend wirkt. Im IBIS-II-Programm wird nun die Wirksamkeit eines modernen Antihormons, des Anastrozols, geprüft. Die GBG, eine deutsche Brustkrebs-Forschergruppe, hat durch ihr Engagement die Durchführung des IBIS-II-Programms in Deutschland ermöglicht.

Erhoffte Risikoreduktion um 77 Prozent
Die Forscher hoffen, dass die Frauen, die am IBIS-II-Programm teilnehmen, ihr Brustkrebs-Risiko um 77 Prozent mindern können. Ob dieses Ziel tatsächlich erreicht werden kann, werden die Ergebnisse des Programms zeigen.

In Deutschland beteiligen sich rund 70 Kliniken und Praxen am IBIS-II-Programm, die bislang insgesamt 244 Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in die Studie aufgenommen haben.

Vorteile der IBIS-Studie: Brustkrebs-Vorbeugung plus optimale Früherkennung
An den Studien können Frauen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko teilnehmen, die die Wechseljahre hinter sich haben. Das IBIS-II-Programm teilt sich in zwei Studiengruppen auf: Am so genannten Präventionsarm können gesunde Frauen teilnehmen, die ein hohes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Diese Frauen erhalten über fünf Jahre entweder ein Scheinmedikament ( Plazebo) oder das Antihormon Anastrozol. In der zweiten Gruppe nehmen Patientinnen teil, die innerhalb der letzten sechs Monate wegen einer Krebsvorstufe - dem so genannten DCIS (duktales Carcinoma in situ) - operiert wurden. Sie erhalten über fünf Jahre entweder Tamoxifen oder Anastrozol.

Neben der möglichen Brustkrebs-Vorbeugung durch die Medikamente bietet das Programm einen weiteren Vorteil: Über zehn Jahre nehmen die Frauen an einem besonders sorgfältigen Früherkennungsprogramm teil. Zusätzlich werden Blutuntersuchungen und Knochendichtemessungen gemacht. Alle Untersuchungen werden von spezialisierten Ärzteteams durchgeführt. Sollte sich also tatsächlich bei den Teilnehmerinnen ein Brustkrebs entwickeln, bestehen beste Aussichten, dass der Tumor früh entdeckt wird und dadurch die Chance auf Heilung optimal ist.

Testen Sie Ihr persönliches Brustkrebsrisiko!
Diese Internetseite ist Teil der Kampagne „Brustkrebs vorbeugen", die Frauen dazu auffordert, ihr persönliches Brustkrebsrisiko zu bestimmen und bei einem erhöhten Risiko vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Sie Ihr persönliches Brustkrebsrisiko testen möchten, gehen Sie bitte auf " Brustkrebs-Risikotest ".

Wenn Ihr Testergebnis ein deutliches erhöhtes Risiko aufweist, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Sie können auch direkt Kontakt zu einem Studienzentrum in Ihrer Nähe aufnehmen. Unter „ IBIS-II-Programm " finden Sie alle Informationen zu den Studien sowie zu den Studienzentren . Informationen zur IBIS-II-Studie erhalten Sie auch über das "Brustkrebstelefon" des Krebsinformationsdienstes (KID) das unter der Telefonnummer 06221 - 42 43 43 werktags von 8-12 Uhr erreichbar ist.

Sabine Stürmer/Medizinjournalistin 


 

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