Rotes Fleisch erhöht Brustkrebsrisiko bei jungen Frauen
[22.01.2007] US-Forscher haben in einer Studie nachgewiesen, dass der Verzehr von rotem Fleisch wie Rind- oder Schweinefleisch bei jüngeren Frauen das Risiko für die Entstehung hormonempfindlicher Brusttumoren steigert.
Bereits seit Längerem wird ein Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und der Auslösung von Brustkrebs vermutet. So erkranken beispielsweise asiatische Frauen erheblich seltener an Brustkrebs als Amerikanerinnen. Wandern allerdings Asiatinnen in die USA aus, tritt bei ihnen innerhalb kürzester Zeit genauso häufig Brustkrebs auf wie bei US-Bürgerinnen.
Die Wissenschaftler um Eunyoung Cho vom „Brigham and Women's Hospital and Harvard Medical School“ beobachteten 90.659 Krankenschwestern im Alter zwischen 26 und 46 Jahren über zwölf Jahre bezüglich ihres Gesundheitszustands. Die Frauen, die an der Nurses' Health Study II teilnehmen, wurden in dieser Zeit u.a. mehrfach zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Bei 1.021 von ihnen wurde Brustkrebs diagnostiziert.
Täglich rotes Fleisch erhöht Risiko um das Zweifache
Ein erhöhter Verzehr von rotem Fleisch stellte sich als Risikofaktor für die Entstehung hormonempfindlicher Tumoren heraus. Ein hormonempfindlicher oder auch sogenannter hormonrezeptor-positiver Brustkrebs wird durch das körpereigene Geschlechtshormon Östrogen zum Wachstum angetrieben. Zwei Drittel aller Brustkrebserkrankungen weisen dieses Merkmal auf.
Verzehrten die Frauen 1,5 Fleischmahlzeiten am Tag, stieg ihr Risiko gegenüber Frauen, die drei oder weniger Fleischgerichte pro Woche aßen, um das Zweifache an. Die Häufigkeit hormonrezeptor-negativer Tumoren blieb vom Fleischkonsum unbeeinflusst. Frauen vor der Menopause hätten demnach bei häufigem Genuss von rotem Fleisch ein erhöhtes Risiko, an einem hormonempfindlichen Brusttumor zu erkranken, so die Studienautoren.
Quelle:
Cho E, et al. Red Meat Intake and Risk of Breast Cancer Among Premenopausal Women. Archives of Internal Medicine (2006, 166, 2253-2259).
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