Trotz Mammographie: regelmäßig Brust selbst abtasten!
[29.01.2007] Spätestens 2007 werden alle Frauen in Deutschland, die zwischen 50 und 69 Jahren alt sind, alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen. Aber trotzdem sollte jede Frau einmal im Monat ihre Brust selbst auf Knoten hin untersuchen. Denn zwischen den Mammographie-Terminen können schnell wachsende Tumoren entstehen.Selbst wenn sich Frauen beim Mammographie-Screening regelmäßig röntgen lassen, dürfe man sich nicht ausschließlich auf diese Untersuchungsmethode zur Früherkennung von Brustkrebs verlassen. Das betonte die Kieler Radiologie Professorin Ingrid Schreer auf der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Dresden.
Für das Screening werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer Mammographie eingeladen. Damit lassen sich zwar die meisten bösartigen Tumoren früher als ohne Röntgen erkennen. Es gibt jedoch auch extrem schnell wachsende Tumoren, die sich in den zwei Jahren zwischen zwei Mammographie-Untersuchungen entwickeln können. Solche Tumoren können nach Angaben von Schreer durch regelmäßige Tastuntersuchungen durch den Frauenarzt und auch monatliche Selbstuntersuchungen der Frauen aufgespürt werden.
Auch bei Patientinnen mit sehr dichtem Brustgewebe ist die Röntgenuntersuchung oft unergiebig. Hier kann das regelmäßige Abtasten der Brust die Diagnose einer Brustkrebserkrankung beschleunigen. Bei Patientinnen mit dichtem Brustgewebe sowie generell zur Abklärung unklarer Mammographie-Befunde ist eine Ultraschall-Untersuchung hilfreich.
Quelle:
26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Dresden, 31.08.-02.09.2006
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