IBIS-II Studienzentren ausgezeichnet

[08.04.2007] Auf der Jahrestagung der deutschen Brustkrebsforschergruppe GBG im März 2007 in Frankfurt wurden Brustzentren aus Kassel, Hannover und Rostock geehrt. Die ausgezeichneten Brustzentren beteiligen sich auch am IBIS-II-Programm, bei dem untersucht wird, ob Brustkrebs mithilfe von Medikamenten verhindert werden kann.
Die Durchführung von klinischen Studien ist mit viel Arbeit verbunden - besonders in der Brustkrebstherapie. Ärzte, die daran teilnehmen, benötigen mehr Zeit für die Betreuung der Studienpatienten und für die umfangreiche Datenerhebung. Um statistisch abgesicherte Ergebnisse zu erhalten, müssen oft mehrere Hunderte bis Tausende Frauen behandelt und über viele Jahre nachbeobachtet werden. Machbar ist das nur, wenn sich möglichst viele auf Brustkrebs spezialisierte Praxen und Kliniken an diesen Studien beteiligen. Die GBG fördert diese Kooperation. Mehr als 300 klinische Einrichtungen und über 500 Ärzte arbeiten zusammen. „Dabei decken wir alle Bereiche ab: Es gibt Studien zu Brustkrebstherapie im frühen und fortgeschrittenen Stadium sowie Untersuchungen zur Brustkrebs-Vorbeugung“, renommierter Brustkrebs-Experte und Geschäftsführer der GBG Forschungs GmbH.
Für ihr besonderes Engagement wurden auf dem Jahrestreffen die Teams dreier Kliniken geehrt: das Brustzentrum des Elisabeth-Krankenhauses/Kassel, die Frauenklinik der Henriettenstiftung/Hannover und die Frauenklinik der Universität Rostock. „Alle drei Zentren beteiligten sich im vergangenen Jahr zeitgleich an sechs GBG-Studien“, erläuterte Prof. Gunter von Minckwitz, „Zudem betreuten alle drei Studienzentren besonders viele Patientinnen und lieferten eine hervorragende Datenqualität ab“, lobte von Minckwitz. Die drei ausgezeichneten Zentren nehmen auch am IBIS-II-Programm teil, für das noch Teilnehmerinnen gesucht werden. In Frage kommen Frauen zwischen 40 und 70 Jahren, deren letzte Regelblutung mindestens ein halbes Jahr her ist und die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko aufweisen. Nähere Informationen zum IBIS-II-Programm finden Interessierte hier.
Hinweis
Aufgrund fehlender Finanzmittel wird diese Seite zur Zeit nicht mehr aktiv gepflegt. Der aktuelle Stand bleibt zu Ihrer Information erhalten


