Lebensstil beeinflusst das Krebsrisiko stärker, als viele glauben
[17.11.2007] Durch eine gesunde Lebensweise kann man die Gefahr, an Krebs zu erkranken, zwar nicht völlig ausschalten, jedoch deutlich vermindern. Eine Umfrage in Großbritannien hat allerdings ergeben, dass die Krebsrisikoerhöhung durch ungesunde Ernährung, wenig Bewegung und Übergewicht vielen nicht bekannt ist.
“Fakt ist, dass wissenschaftliche Untersuchungen schon vor Jahren bewiesen haben, dass ein enger Zusammenhang zwischen Ernährung, Gewicht und körperlicher Aktivität und dem Krebsrisiko besteht. Allerdings sind diese Erkenntnisse bis heute nicht ausreichend in der Öffentlichkeit bekannt“, berichtet Dr. Greg Martin von der gemeinnützigen Organisation „World Cancer Research Fund“, die die Umfrage durchführte.
Forscher der Organisation befragten eine repräsentative Probe von über 2.000 erwachsenen Briten nach ihrem Wissen zu Lebensstilfaktoren, die das Krebsrisiko erhöhen.
Sie fanden heraus, dass gerade 54 Prozent der Befragten wussten, dass eine ungesunde Ernährung mit einem hohen Fettanteil und viel Fast-Food sowie wenig Obst und Gemüse die Krebsgefahr erhöht. Außerdem war 47 Prozent nicht bewusst, dass ein Übergewicht das Krebsrisiko ansteigen lässt und nur 33 Prozent hatten davon gehört, dass zu wenig Bewegung das Krebsrisiko erhöhen kann.
„Diese Ergebnisse sind beunruhigend, da wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, dass 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen - inklusive Darmkrebs, Brust- und Magentumoren - vermieden werden könnten, wenn sich die Menschen gesund ernähren, sich regelmäßig sportlich bewegen und ein Normgewicht einhalten würden“, so ein Bericht des World Cancer Research Fund.
"Es ist wirklich eine Schande, dass so vielen nicht bewusst ist, wie sie ihr Krebsrisiko reduzieren können,” so Dr. Martin. „Dies ist richtig frustrierend, weil bereits geringe Veränderungen des Lebensstils das Krebsrisiko schon deutlich erniedrigen können und gleichzeitig langfristig die Lebensqualität verbessern können.“
Lucie Galice, Geschäftsführerin von World Cancer Research Fund, fügt hinzu: "Als gemeinnützige Organisation engagieren wir uns dafür, dass möglichst viele wissen, welchen Einfluss der Lebensstil auf das Krebsrisiko hat. Aber die Ergebnisse der Umfrage zeigen uns leider sehr deutlich, dass es noch eine Menge zu tun gibt. Beide, staatliche Stellen und ehrenamtliche Organisationen müssen sich um eine bessere Aufklärung der Öffentlichkeit kümmern.”
Quelle:
www.patienthealthinternational.com
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