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Mammographie-Screening: Bislang jede zweite Berechtigte untersucht

[25.06.2008] Seit der Einführung des gesetzlichen Mammographie-Screenings zur Früherkennung von Brustkrebs hat rund die Hälfte der 2,7 Millionen berechtigten Frauen die Untersuchung in Anspruch genommen.

Die Zahl von rund 1,4 Millionen Teilnehmerinnen sei "für den Start akzeptabel", aber längst noch nicht ausreichend, erklärte Bundesgesundheits-Ministerin Ulla Schmidt in Berlin auf einem Kongress, den das Bundesumweltministerium, das Bundesgesundheitsministerium und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie gemeinsam veranstalten. In den Leitlinien der Europäischen Union sei eine Teilnehmerquote von 70 Prozent vorgesehen.

Frühzeitige Diagnose verbessert Heilungs-Chancen

10 Millionen Frauen in Deutschland im Alter von 50 bis 69 Jahren werden alle zwei Jahre zur Teilnahme eingeladen. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. 17.500 Frauen versterben an den Folgen dieser Erkrankung. Ziel des Programms ist es, durch eine frühzeitige Diagnose von Brustkrebs und einer schonenden und qualifizierten Therapie die Sterblichkeit an Brustkrebs in Deutschland deutlich zu senken.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Qualität ist oberstes Gebot dieses Programms. In unserem Gesundheitssystem hat es bisher keine vergleichbaren Anstrengungen zur Qualitätssicherung beim Aufbau eines Früherkennungsprogramms gegeben. Die Qualität ist deshalb von so zentraler Bedeutung, weil das Erkennen der Brustkrebserkrankung in einem möglichst frühen Stadium äußerst schwierig ist. Sie ist auch deshalb so wichtig, weil die Untersuchung mit Röntgenstrahlen voraussetzt, dass der Nutzen deutlich größer ist als ein mögliches Strahlenrisiko."

Jede Röntgenaufnahme wird von zwei Spezialisten begutachtet

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Mammographie-Screening rettet Leben. Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Für die besonders gefährdete Gruppe der Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben wir in Deutschland mit dem Mammographie-Screening eine Früherkennungsmaßnahme geschaffen, die allerhöchsten europäischen Qualitätsvorgaben genügt. Die Sicherheit der Geräte ist durch die täglich vorgeschriebene Überprüfung gewährleistet. Jeder Befund wird von zwei hoch spezialisierten Ärztinnen oder Ärzten getrennt beurteilt. Es findet eine laufende externe medizinische und technische Qualitätskontrolle statt. Die Frauen können sich bei dieser Untersuchung gut aufgehoben fühlen. Mein Appell: Nutzen Sie diese Früherkennungsmöglichkeit!"
In den ersten zweieinhalb Jahren seit Einführung des gesetzlichen Screenings sind dreimal so viele Tumoren diagnostiziert worden, wie ohne das Screeningprogramm zu erwarten gewesen wären.

Quelle:
Ulla Schmidt und Sigmar Gabriel zum Mammographie-Screening: Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit Nr. 056/08 vom 08.04.2008


 


 

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