Brustkrebs-Screening fast flächendeckend
[20.02.2008] Die Einführung des bundesweiten Mammografie-Screenings steht kurz vor dem Abschluss. Nach dem Start des Programms in Brandenburg Mitte Januar fehlt jetzt nur noch Hamburg. Dort soll das Screening voraussichtlich Ende März beginnen."Von bundesweit insgesamt 94 geplanten Screening-Einheiten sind inzwischen 83 zertifiziert", teilte die Kooperationsgemeinschaft Mammografie in Köln mit. Die Gemeinschaft wird gemeinsam von den Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung getragen. Grundlage des Programms, das sich zur Brustkrebs-Früherkennung an alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren richtet, sind die Europäischen Leitlinien zum Mammografie-Screening.
Durch Mammographie können bereits winzige Tumoren entdeckt werden
Mit der Mammographie lassen sich früh noch nicht tastbare Brusttumore aufspüren. Früh erkannt, verbessert sich die Chance auf brusterhaltende Therapie und dauerhafte Heilung. Leider werden allerdings etwa die Hälfte aller Brusttumore erst entdeckt, wenn sie größer als zwei Zentimeter sind. Die Folge: Schwere Operationen, belastende Therapien und geringere Heilungschancen.
Deshalb ist eine regelmäßige Teilnahme am Mammographie-Screening besonders wichtig. Hintergrund dieser neuen Leistung ist der gesetzliche Anspruch aller krankenversicherten Bundesbürgerinnen im Alter von 50 und 69 auf eine Mammographie-Untersuchung in Abständen von zwei Jahren. So können sehr kleine Krebsherde frühzeitig erkannt und damit die Sterblichkeitsrate erheblich gesenkt werden. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig und kostenlos.
Internetseite informiert ausführlich über Mammographie-Screening
Die Internetseite www.ein-teil-von-mir.de informiert in sieben Sprachen über das Mammographie-Screening. Auf der Seite sind auch Adressen und Telefonnummern der zentralen Stellen der verschiedenen Regionen zu finden, bei denen nähere Informationen erhältlich sind oder auch Termine erfragt werden können, sofern eine Frau ihre automatische Einladung nicht abwarten möchte. Fragen zum Screening beantwortet auch der telefonische Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) unter der Telefonnummer 06221 - 42 41 42. Der Service ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zu erreichen.
Quelle:
www.ein-teil-von-mir.de
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