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Arbeitsstress erhöht nicht das Brustkrebs-Risiko

[14.05.2008] Es ist ein Irrglaube, dass Frauen, die häufig bei ihrer Arbeit unter Stress stehen, eher an Brustkrebs erkranken als Frauen, die einer stressfreien Tätigkeit nachgehen. Das gilt zumindest für Krankenschwestern, wie die Ergebnisse einer neuen Studie aus Dänemark belegen.

 “Diese Ergebnisse dürften ein Trost für berufstätige Frauen sein und verhindern hoffentlich, dass Frauen, die an Brustkrebs erkranken, sich selbst zu Unrecht Vorwürfe machen,” berichtete Studienleiterin Dr. Naja Nielsen vom Nationalen Gesundheitsinstitut in Kopenhagen.
Die Forscherin hatte mit Mitarbeitern Daten von fast 19.000 Krankenschwestern ausgewertet, die 44 Jahre und älter waren. Seit 1993 hatten die Studienteilnehmerinnen regelmäßig Fragebögen ausgefüllt, in denen sie u. a. Angaben zum Arbeitsstress machten. Die ersten Bögen wurden 1993 ausgefüllt. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wurde bei 455 der Krankenschwestern ein Brustkrebs entdeckt.

Wöchentliche Arbeitszeiten haben keinen Einfluss auf Brustkrebsrisiko
Die Auswertung der Bögen ergab, dass Frauen, die einem hohen Arbeitsdruck ausgesetzt waren oder die wenig Einfluss auf ihre Arbeit hatten, kein größeres Risiko aufwiesen, an Brustkrebs zu erkranken im Vergleich zu den Frauen, die weniger Stress hatten. Selbst eine Arbeitszeit von 45 Stunden oder mehr pro Woche erhöhte nicht das Brustkrebsrisiko verglichen mit Frauen, die 30 Stunden oder weniger tätig waren. Die Forscher fanden außerdem keine Beweise dafür, dass arbeitsbedingter Stress zu aggressiveren Tumoren bei den Frauen führt, die einen Brustkrebs entwickelten.
Nielsen und ihr Team gehen davon aus, dass arbeitsbedingte Stressfaktoren weder das Brustkrebsrisiko noch die Prognose im Falle einer Erkrankung beeinflussen. Allerdings weisen die Wissenschaftler daraufhin, dass ihre Daten ausschließlich bei Krankenschwestern erhoben wurden und somit weitere Studien notwendig seien, um zu belegen, dass auch der Stress anderer Berufe keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko hat.

Quelle:
Nielsen NR et al. Are work-related stressors associated with diagnosis of more advanced stages of incident breast cancers? Cancer Causes and Control, 2008, Volume 19, Number 3, 297-303


 

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