Studienportal im Internet erhält Auszeichnung
[08.06.2008] Das Internetportal www.brustkrebs-studien.de wurde auf dem diesjährigen Krebskongress in Berlin mit dem ersten Preis des Best Practice Award "Mehr Dialog bei Krebs" ausgezeichnet. Die Internetseite informiert über laufende Studien zum Thema Brustkrebs. Auch das IBIS-II-Programm wird dort aufgeführt.Die Erfolge der modernen Medizin sind nur durch intensive Forschung zu erzielen – auch bei der Behandlung und Prävention von Brustkrebs. Dabei spielen klinische Studien eine wichtige Rolle. Die Internetseite www.brustkrebs-studien.de klärt Frauen über die Teilnahme an klinischen Studien auf und hilft bei der Suche nach geeigneten, aktuellen Brustkrebs-Studien. In einem Ratgeberteil informieren Brustkrebsexperten und betroffene Patientinnen über die Erkrankung und ihre Behandlung.
Herausgeber ist die Deutsche Gesellschaft für Senologie gemeinsam mit dem Brustzentrum Tübingen. Dr. med. Julia Katharina Kansy vom Institut für Frauengesundheit Tübingen und ihr Team nahmen den 5.000 EUR dotierten Preis auf dem dritten Krebsaktionstag am 24. Februar 2008 im Rahmen des Deutschen Krebskongresses entgegen. Unterstützt wird das Portal von den Patientinneninitiativen mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V. - und der Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V.
Preis soll Dialog zwischen Patienten und Ärzten fördern
Der Preis Best Practice Award "Mehr Dialog bei Krebs" würdigt herausragende Konzepte zur Verbesserung des Dialogs zwischen Krebspatienten und behandelnden Ärzten. Erklärtes Ziel dabei ist es, die Selbstbestimmung von Krebspatienten zu verbessern und den Arzt bei der Beratung von Patienten zu unterstützen. Die große Bedeutung des Themas in der onkologischen Praxis, so der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. Prof. Dr. med. Michael Bamberg, zeige sich in der hohen Beteiligungsquote nach Ausschreibung des Preises. Aus 38 eingereichten Projekten und Ideen musste die unabhängige Jury, bestehend aus Klinikern, Praktikern und Patientenvertretern, drei Gewinner auswählen.
Der zweite Preis ging an Dr. med. habil. Martin Weber vom Universitätsklinikum Mainz für das Projekt "Kommunikationstraining für Medizinstudenten". Bei diesem Projekt werden angehende Ärzte in Rollenspielen für den Umgang mit Krebspatienten geschult. Das Preisgeld für den 2. Platz beträgt 1.000 EUR.
Das Projekt "P-com-X: Handygestütztes Therapietagebuch" von Dr. med. Manfred Welslau aus Aschaffenburg wurde mit dem dritten, ebenfalls mit 1.000 EUR dotierten Preis ausgezeichnet. Durch das Pilotprojekt soll die Therapiesicherheit oraler Chemotherapie mittels eines "mobilen Begleiters" verbessert werden. Die Patienten nutzen dabei ein speziell programmiertes Mobilfunkgerät, um ihren Arzt jederzeit über eventuell auftretende Nebenwirkungen der Behandlung informieren zu können. Auf diesem Weg wird eine rechtzeitige Intervention für den Bedarfsfall gewährleistet.
Auch künftig wird sich die Deutsche Krebsgesellschaft nach Aussage von Prof. Dr. Bamberg dafür einsetzen, Krebspatienten mit relevanten Informationen auszustatten und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern.
Quelle:
Presseinformation der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. vom 04.03.2008
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